Stiftung Schweizer Chirurgen in Äthiopien

Das STAR-Projekt

Unfallchirurgische Versorgung mit Schweizer Hilfe

Der Schweizer Chirurg und Traumatologe Dr. Jörg Peltzer engagiert sich seit 1999 in medizinischen Hilfsprojekten in Äthio-pien. Der grosse Mangel an Kenntnissen und Infrastruktur im Bereich der Unfallchirurgie im Land führte zur Idee, im Universitätsspital in Jimma, einer grösseren Stadt im Südwesten des Landes, eine Abteilung für Knochen- und Unfallchirurgie zu errichten, welche zugleich der Ausbildung von äthiopischen Spitalfachkräften dienen soll.

Die Idee des STAR-Projekts wurde von den lokalen Spitalverantwortlichen freudig aufgenommen und 2006 konnte unter Schweizer Patenschaft das erste und bislang einzige traumatologische Zentrum Äthiopiens eröffnet werden.

Hintergrund: Unterbesetzung und Fehlverteilung

Äthiopien verfügt zwar über einige wenige gut ausgebildete Chirurgen, der Bereich der Unfallchirurgie ist jedoch weitestgehend inexistent. Für 80 Millionen Menschen im Land stehen ungefähr 80 Chirurgen und zehn Orthopäden zur Verfügung. Dies entspräche sieben Chirurgen für die gesamte Schweizer Bevölkerung.

95% der Ärzte arbeiten in der Hauptstadt Addis Abeba, in der 5% der Bevölkerung leben. Für die restlichen 95% der Menschen steht also lediglich ein minimales medizinische Angebot zur Verfügung.

Langfristiges Ziel des STAR-Projektes ist es, die massiv unzureichende unfallchirurgische Versorgung in den ländlichen Gebieten Äthiopiens zu verbessern.

Institutioneller Rahmen

Um das Projekt breiter abzustützen, seine Finanzierung zu sichern und eine effiziente Rekrutierung von Schweizer Fachkräften zu ermöglichen, gründete Dr. Peltzer 2009 die Stiftung Schweizer Chirurgen in Äthiopien.

Für jeden Kilometer eine Operation

Mit dem Velo legte Dr. Jörg Peltzer 2003 den Grundstein für ein unfall-chirurgisches Zentrum in einem Spital im Südwesten Äthiopiens. Seine Tour führte ihn quer durchs Land. Mit den eingefahrenen Sponsorengeldern konnten die nötigsten chirurgischen Apparaturen und Instrumente für einen Operationssaal angeschafft und die ersten 1350 Knochenbehandlungen bezahlt werden.

Projet STAR